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Steinadler

21 | 100 Der König der Lüfte

aus der Serie 100 Fotos - 100 Geschichten

Unsere Auszubildende Melissa Stemmer hat im Winter 2018 ein Praktikum im Nationalpark Berchtesgaden im Rahmen des "Adlerprojektes" absolviert. Spannende Details zu dem König der Lüfte und zu dem einzigen Alpennationalpark Deutschland, erfahren Sie in diesem Beitrag der "100 Fotos 100 Geschichten" Serie. 

Adlerprojekt im Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden hat sich als einziger Alpennationalpark Deutschlands viele Aufgaben gestellt. Im Vordergrund steht grundsätzlich der Schutz der Natur. Dabei tritt der Mensch in den Hintergrund und die natürlichen Abläufe in der Natur auf möglichst großer Fläche stehen im Vordergrund. Naturschutz ist somit ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Entwicklung. 
Im Rahmen eines langfristigen Monitoring-Projekts der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden wird in den Chiemgauer, Berchtesgadener und unmittelbar angrenzenden Salzburger Alpen die Populationsdynamik des Steinadlers (Aquila chrysaetos) dokumentiert. Auf einer Fläche von ca. 1.500 km� werden insgesamt 15 Revierpaare überwacht. Zwei weitere Reviere sind aktuell nicht besetzt. Im Nationalpark selbst findet man auf einer Fläche von 210 km� aktuell 5 Steinadlerreviere. Ziel des Projekts ist zum einen der Erhalt einer vitalen Steinadler-Teilpopulation sowie die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zum Schutz dieses seltenen Greifvogels in Bayern.

Bezugsgebiete Steinadler

Über die Zeit im Nationalpark

"Ich bin grade 18 geworden und hatte mein Abitur fertig... ja was macht man dann? Reisen..? Nach Australien vielleicht? Naja ich bin noch nie geflogen.. ne besser nicht. Außerdem trifft man da mehr Deutsche als Australier. Lieber etwas anderes: Seit ich fünf Jahre alt war, wollte ich immer Tierärztin werden. Ich liebe Tiere und die Natur. Irgendwann wollte ich das dann nicht mehr, weil mir die Arbeit dort doch nicht so zugesagt hatte, wie angenommen. Aber einen grünen Beruf wollte ich trotzdem noch ausführen. Also habe ich mich im Nationalpark Berchtesgaden für das Praktikum "Adlerprojekt" beworben. Ich wollte unbedingt in die Berge.. Flachland habe ich ja schon hier in Düsseldorf. Im Januar 2018 ging es dann auch direkt los. Ich bepackt mit 3 Koffern, ging es drei Monate in die Ramsau bei Berchtesgaden. Dort wohnte ich in einer WG mit 18 anderen Praktikanten: Umweltbildung, freiwilliges ökologisches Jahr oder andere Adlerpraktikanten. Der Blick aus meinem Zimmer fiel direkt auf die berühmte Kirche! Schön! Jeden Tag beobachteten wir die Steinadler in den unterschiedlichen Gebieten. Im Winter ist gerade die "Balzzeit" und mit die beste Zeit, um die Adler fliegen zu sehen. Bei eisigen Temperaturen stiegen wir die Berge herauf und verharrten dort, bis wir die Adler sahen. 

Morgens fuhren wir zu Sankt Bartholomä herüber und beobachteten von dort die Adler, wenn noch kein Tourist dort war. Manchmal aber war die Sicht von so viel Schnee getrübt, dass wir keine Chance hatten, etwas zu sehen. Manchmal war es auch zu gefährlich bei zwei Meter Schnee draußen herumzuwandern. Sommer wie auch Winter sind in Berchtesgaden wunderschön und bieten viele Möglichkeiten, aktiv zu werden! Für mich gibt es keinen schöneren Ort zum entspannen.

Diese Zeit hat mich viel über die Berge, den Nationalpark und die dort lebenden Tiere, gelehrt. Wir müssen achtsam und verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umgehen. Sie ist unsere Heimat und unser Zuhause. 

Hintersee

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100 Fotos - 100 Geschichten

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