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Faszination Antarktis
Lesezeit: 5 Minuten - 10. Oktober 2017 - von Jonas Junk

Die Schönheit der Arktis - eingefangen von Ole Salomonsen

Welche Ausrüstung von Sony Ole dabei hilft, eines der atemberaubendsten Naturphänomene - die Nordlichter - einzufangen, erfahren Sie im Interview. Noch mehr Arctic Light Photos und beeindruckende Landschaftsaufnahmen von Ole Salomonsen finden Sie auf seiner Website www.arcticlightphoto.no

Ole Salomonsen - Antarktis

Oles Geschichte: Wie sind Sie zur Aurora-Fotografie gekommen?

Technologie und Fotografie haben mich schon immer interessiert. Ich begann meine Karriere als Band-Fotograf für Freunde.

2008 machte ich dann diese unglaublichen Aufnahmen einer Aurora. Ein Bild wurde von einigen britischen Zeitungen gedruckt. Ich hatte diese Bilder auf Flickr und bekam allein für dieses eine Bild ungefähr 40.000 Likes. Das war wirklich inspirierend.

Es ist die Faszination für dieses Phänomen und zu sehen, wie es Emotionen in Menschen weckt.

Nordlichter haben Sie scheinbar schon immer fasziniert?

Durchaus. Ich bin hier in der Arktis aufgewachsen und hatte mich schon fast an sie gewöhnt. Aber zu sehen, wie es Menschen beeindruckt, die sie noch nie zuvor gesehen haben, ist wirklich schön. Ich habe erwachsene Männer gesehen, die sie zum ersten Mal erlebten und von Ihren Gefühlen überwältigt anfingen zu weinen. In solchen Momenten wird einem klar, wie viel Glück man hat. Meine Faszination hat mit zunehmendem Alter noch zugenommen.

Sie müssen aufgrund der verschiedenen Aspekte Ihrer Arbeit sicher eine Menge kreative Entscheidungen treffen.

Ja, Nordlichter werden nie langweilig, auch wenn man schon Hunderte davon gesehen hat. Jede Aurora hat eine andere Intensität, Farbe, Geschwindigkeit und mehr. Man möchte keine einzige verpassen.
Die Aurora-Fotografie ist mittlerweile eine eigene Kategorie innerhalb der Fotografie. Für manche ist sie näher an der Astrofotografie, andere bringen sie eher mit der Landschaftsfotografie in Verbindung, bei der die Nordlichter Teil der Landschaft sind, für mich es es eher Letzteres.

Ausrüstung, Recherche und Vorgehensweise

Erweitert der technologische Fortschritt die Grenzen der Aurora-Fotografie?

Ja, die Kameratechnologie spielt eine wichtige Rolle.
Ich wollte auch immer schon die Bewegung der Nordlichter abbilden, aber damals gab es noch keine Sony Alpha 7S. Wir konnten die Nordlichter nicht richtige filmen - deshalb mussten wir Fotos machen und daraus Zeitrafferfilme erstellen.
Ich veröffentlichte meinen ersten Film 2010. Ich erinnere mich sehr gut daran, da mein Sohn an diesem Tag Geburtstag hatte. Am nächsten Morgen hatte ich um die Tausend E-Mails aus aller Welt im Posteingang - es war unglaublich. In dem Moment wurde mir klar: Dies könnte ein richtiger Beruf sein.
Der technologische Fortschritt hat tief greifende Auswirkungen, insbesondere auf die Aurora-Fotografie. Mit günstigeren Kameras kann man ganz gute Fertigkeiten erwerben, aber auf dem höchsten Niveau braucht man die beste Ausrüstung, die schnellsten Objektive, die besten Sensoren usw. Deshalb wechselte ich übrigens letztendlich zu Sony.

Könnten Sie das genauer erläutern?

Als Sony die Alpha 7R heraus brachte, konnte man praktisch jedes Objektiv der Welt an der Kamera anbringen. Durch das leichte Gehäuse, den fantastischen Sensor und dem großen Dynamikbereich konnte man mehr Details aus den Schatten herausholen. Es ist eine großartige Kamera. Für mich war sie eine Revolution.

Können Sie erklären, was „Polarlicht“ für Sie bedeutet?

Absolut. Es gibt nicht nur die Nordlichter, sondern wir haben auch das Glück, dass es hier die unter Fotografen als „goldene Stunde“ bekannte Zeit vor dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gibt. Diese „Stunde“ ist hier etwa 3 bis 6 Stunden lang, wegen des Winkels zwischen Erdachse und Sonne. Um all diese Farben abbilden zu können, braucht man eine Kamera mit einer fantastischen Farbreproduktion und einem sehr guten Dynamikumfang.

In dieser Hinsicht hat Sony mir wirklich neue Horizonte eröffnet.

Wie recherchieren Sie und wie gehen Sie vor?

Das ist eine interessante Frage, denn bei der normalen Landschaftsfotografie hat man Zeit. Man kann die optimale Komposition planen – man kann die Position der Sonne genau voraussagen. Bei der Aurora-Fotografie kann man die Aufnahme zwar komponieren, aber man weiß nie, ob die Aurora mitspielt. Man kann die perfekte Komposition planen, beispielsweise eine wunderschön verlaufende Flussebene, und dann wartet man unter Umständen vergeblich darauf, dass die Aurora erscheint. Dann fragt man sich: „Habe ich den Mumm, zu warten, oder vergesse ich die Bildkomposition und nehme die Aurora anders auf?“ Das macht es so spannend: Man kann es nicht kontrollieren. Oft muss man eine Motiv schnell und spontan in Szene setzen. Es ist wirklich intensiv.

Was ist hilfreich, um beeindruckende Bilder aufzunehmen? –
Oles Sicht auf Kameratechnologie und Sony.

Was sind Ihre Erwartungen für die Zukunft der Fotografie?

Einfachheit ist meistens das Beste, und das ist auch eine allgemeine Regel in der Fotografie.

Man braucht keine unzähligen Funktionen, aber ein Sensor, der besser wiedergeben kann, was das Auge sieht, ist definitiv wünschenswert. Sensoren, die eine hohe Auflösung mit einem großen Dynamikumfang vereinen, wären fantastisch.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Botschafter von Sony?

Zunächst bin ich sehr stolz darauf und fühle mich geehrt, ein Botschafter für Sony zu sein. Mit dieser Marke kann ich mich identifizieren. Sie hören wirklich zu. Ich habe so oft versucht, anderen Herstellern Fragen oder Vorschläge schriftlich zukommen zu lassen - Ich bekam nie eine Antwort. Ich sendete Vorschläge an Sony für einige Verbesserungen, und sie antworteten. Später wurden die Vorschläge tatsächlich umgesetzt - das ist einfach die Philosophie von Sony. Sie sind sehr kundenorientiert, und das gefällt mir ungemein.

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